Das Symposium bildet den Auftakt des Studienjahrs 2026/27, in dem wir uns im Rahmen des gleichnamigen Jahresthemas mit der Frage nach dem Transformationspotenzial unserer Städte angesichts steigender Temperaturen und wachsender Weltbevölkerung beschäftigen.
Die Veranstaltung ist öffentlich.
Die Veranstaltung ist öffentlich.
Der architektonische Diskurs hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Aktuelle Debatten werden von zukunftsfähigen Konstruktionsweisen, der Reduktion grauer und fossiler Energien sowie dem Um- und Weiterbauen geprägt. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass die globalen Temperaturen weiter steigen werden – unabhängig davon, wie schnell Bauwirtschaft und Gesellschaft nachhaltiger werden. Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr, ob sich das Klima verändert, sondern wie stark und wie schnell dies geschehen wird.
Besonders Städte sind von der Erwärmung betroffen. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen für die Architektur: Wie können wir auf steigende Temperaturen reagieren und gleichzeitig lebenswerte, soziale und gerechte Räume für eine wachsende Stadtbevölkerung schaffen?
Unser Ziel muss es sein, Städte als adaptiven, gebauten Lebensraum zu denken. Gefragt sind Entwürfe, die das transformative Potenzial für ein neues ökologisches und soziales Gleichgewicht ausloten. Dabei können tradierte Methoden mit innovativen Technologien verbunden werden, um Räume zu gestalten, die zukunftsfähig, inklusiv und resilient sind.
Besonders Städte sind von der Erwärmung betroffen. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen für die Architektur: Wie können wir auf steigende Temperaturen reagieren und gleichzeitig lebenswerte, soziale und gerechte Räume für eine wachsende Stadtbevölkerung schaffen?
Unser Ziel muss es sein, Städte als adaptiven, gebauten Lebensraum zu denken. Gefragt sind Entwürfe, die das transformative Potenzial für ein neues ökologisches und soziales Gleichgewicht ausloten. Dabei können tradierte Methoden mit innovativen Technologien verbunden werden, um Räume zu gestalten, die zukunftsfähig, inklusiv und resilient sind.
Staying Cool
Designing for the Overheating City.
The architectural discourse has changed profoundly in recent years. Many of the current discussions focus on sustainable construction methods, strategies for the reduction of gray and fossil energy, and the renovation and extension of existing built structures. But it can be easy to lose sight of the simple fact that global temperatures will continue to rise—regardless of how quickly the construction industry and society become more sustainable. The crucial question we must respond to, therefore, is no longer whether the climate is changing, but rather how drastically and how quickly this will happen.
It is our cities that are particularly vulnerable to the effects of global warming. This presents new challenges for architecture, forcing architects to ask: how can we respond to rising temperatures while simultaneously creating livable, community-based, and fair-minded spaces for a growing urban population?
Our goal must be to conceive of cities as adaptive built environments. We need designs that explore the transformative potential of our cities in the search for a new ecological and social balance. In doing so, we should seek to combine traditional methods and innovative technologies in the design of spaces that are inclusive, resilient and fit for the future.
The good news is this: as an interdisciplinary university, we have the independence to actively address urban overheating across departments, and work together to develop new tools for the city of the future.
It is our cities that are particularly vulnerable to the effects of global warming. This presents new challenges for architecture, forcing architects to ask: how can we respond to rising temperatures while simultaneously creating livable, community-based, and fair-minded spaces for a growing urban population?
Our goal must be to conceive of cities as adaptive built environments. We need designs that explore the transformative potential of our cities in the search for a new ecological and social balance. In doing so, we should seek to combine traditional methods and innovative technologies in the design of spaces that are inclusive, resilient and fit for the future.
The good news is this: as an interdisciplinary university, we have the independence to actively address urban overheating across departments, and work together to develop new tools for the city of the future.
Programm Vormittag
STAYING COOL
09:00 Prof. Ursula Hürzeler, Prof. Shadi Rahbaran
STATUS QUO – THE NEED FOR FUNDAMENTAL CHANGE
09:20 Prof. Dr. Sascha Roesler, USI Mendrisio:
‹Subtropical Switzerland›
10:00 Prof. Daniel A. Barber, TU Eindhoven:
‹Cooling Justice: Architecture, Air Conditioning and the Design of an Equitable Future› (EN)
STADTGESELLSCHAFT & KLIMA
11:00 Dr. Martina Ragettli, Swiss TPH:
‹Staying Cool. Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz›
11:30 Alice Guilbert, Universität Genf:
‹Thermal Comfort and Social Inequality in Geneva Households› (EN)
STADTLANDSCHAFT & ÖKOLOGIE
12:00 Prof. Dr. Martin Berchtold, RPTU Kaiserslautern:
‹Keep Cool – Cool Down. Klimaanpassungskonzepte für Städte›
Programm Nachmittag
13:30 Rückblick Vormittag mit Martina Hügi
BEST PRACTICE – ENTWÜRFE FÜR DIE ERHITZTE STADT
13:45 Dr. Carlo W. Becker, bgmr Landschaftsarchitekten, Berlin:
‹Stellschrauben für das Gelingen der Hitze- und Dürrevorsorge in der Stadt von morgen›
14:15 Podium mit Bettina Walch, Asphaltknackerinnen /
Emma Thomas, Sara Ellenberger Vaner, mein Baum dein Baum /
Jascha van Gogh, Verein Dachbegrünung
15:00 Prof. Matthias Rudolph, Transsolar:
‹Comfort Strategies Beyond A/C›
16:00 Niklaus Graber, Graber & Steiger Architekten, Luzern:
‹Lernen vom Delta: Klimasensitive Architekturpraxis in Bangladesch›
16:30 Jun. Prof. Christina Köchling, Felgendreher Olfs Köchling Berlin:
‹Über das Baumhaus›
ABSCHLUSS
17:00 Prof. Dr. Christian Janecke, HFG Offenbach:
‹Coolness als Ausdruck im Kontext vom Hochschulbau›
17:30 Rückblick Nachmittag mit Martina Hügi
18:00 Ausklang mit Apéro
Referent*innen
u.a. mit
Prof. Dr. Sascha Roesler
Prof. Daniel A. Barber
Dr. Martina Ragettli
Alice Guilbert
Prof. Dr. Martin Berchtold
Dr. Carlo W. Becker
Bettina Walch
Emma Thomas
Sara Ellenberger Vaner
Jascha van Gogh
Prof. Matthias Rudolph
Niklaus Graber
Jun. Prof. Christina Köchling
Prof. Dr. Christian Janecke
Martina Hügi
und weiteren...
Swiss TPH
bgmr Landschaftsarchitekten Berlin
Sara Ellenberger Vaner,
mein Baum dein Baum
Sascha Roesler
USI Mendrisio
‘Subtropical Switzerland’
Sascha Roesler (Dr. sc. ETH) ist Stadtforscher und Architekturtheoretiker und arbeitet an der Schnittstelle von Architektur, Ethnografie sowie Wissenschafts- und Technikforschung. Er ist außerordentlicher Professor für Theorie der Urbanisierung und städtischer Umgebungen an der Akademie für Architektur in Mendrisio (USI).
Er hat sieben Bücher herausgegeben, die sich mit der Theorie und Geschichte der globalen Architektur, Nachhaltigkeit und Umwelttechnologien befassen.
Sascha Roesler ist Preisträger des Schweizer Kunstpreises für Architektur (2012). Er hat an verschiedenen Institutionen weltweit gelehrt, darunter an der TU Berlin, der EPFL, der ETH Zürich, der Universidad Politécnica de Madrid (UPM), dem Politecnico di Torino (Italien) und der Tsinghua-Universität in Peking (China).
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Daniel A. Barber
TU Eindhoven
‘Cooling Justice: Architecture, Air Conditioning and the Design of an Equitable Future ’
Prof. Daniel A. Barber ist Professor für Architektur und Inhaber des Forschungslehrstuhls für Architekturgeschichte und -theorie an der Technischen Universität Eindhoven.
Er ist Autor der Bücher „Modern Architecture and Climate: Design before Air Conditioning“ (Princeton UP, 2020) und „A House in the Sun: Modern Architecture and Solar Energy in the Cold War“ (Oxford UP, 2016).
Daniel A. Barber promovierte an der Columbia University und lehrte an den Universitäten Yale, Princeton und Harvard; zuletzt war er Leiter der Fakultät für Architektur an der University of Technology Sydney.
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Martina Ragettli
Swiss TPH
‘Staying cool: Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz’
Dr. Martina Ragettli ist Epidemiologin am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) und Lehrbeauftrage an der Universität Basel. Sie forscht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit und zu Anpassungsmöglichkeiten an die zunehmende Hitzebelastung.
Am Swiss TPH leitet sie Forschungsarbeiten zu Klima, Umwelt und Gesundheit und entwickelt wissenschaftliche Grundlagen für gesundheitsbezogene Klimaanpassungsstrategien in der Schweiz.
Alice Guilbert
Universität Genf
‘Thermal Comfort and Social Inequality in Geneva Households’
Alice Guilbert ist Doktorandin und Lehrassistentin am Institut für Umweltwissenschaften der Universität Genf. Sie beschäftigt sich mit Fragen der thermischen Gerechtigkeit und der Wohngerechtigkeit sowie mit sozialen Praktiken im Zusammenhang mit der Anpassung an den Klimawandel. Vor kurzem hat sie gemeinsam mit dem Kanton Genf eine Umfrage zum thermischen Komfort im Sommer durchgeführt, die soziale Ungleichheiten im Umgang mit Hitze und bei der Anpassungsfähigkeit aufgezeigt hat.
Martin Berchtold
RPTU Kaiserslautern
‘Keep cool – cool down. Klimaanpassungskonzepte für Städte’
Prof. Dr. Martin Berchtold ist seit 2024 Professor für Digitalisierung, Visualisierung und Monitoring in der Raumplanung an der RPTU Kaiserslautern-Landau. Er ist Gründungsmitglied und Partner bei berchtoldkrass Karlsruhe mit Projekten insbesondere im Bereich GIS in der Stadt- und Raumplanung, Visualisierung in der räumlichen Planung, großräumige Entwurfsmethoden, Klimaanpassungskonzepte, Entwurf von großräumigen Raumbildern, Leitbildentwicklung und Bestandstransformation. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und engagiert sich in zahlreichen Fach- und Expertenbeiräten, unter anderem zu Smart City Konstanz, Digitalisierung und Klimaanpassung.